Die Illwerke/VKW Gruppe gab Ende letzter Woche den Kauf des Seestadtareals durch die Firma Prisma bekannt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um den Parkplatz zwischen Hypo Gebäude und Bahnhof Bregenz. Prisma will das Gelände mit meheren Gebäuden bebauen und denkt bereits an einen Abriss des bestehenden Bahnhofes. Dieser sollte dann neu errichtet werden. Zwar besitzt Prisma das Bahnhofsgelände nicht, doch angesichts der Immobilien- und Grundstücksveräußerungen der ÖBB, die in ganz Österreich von statten gehen, muss befürchtet werden, dass die ÖBB hier mitspielen könnten und der Bahnhof zu einer Haltestelle degradiert werden könnte.

Abgesehen davon, dass es sich um einen Schildbürgerstreich handelt, wenn ein gut 20 Jahre alter, voll funktionsfähiger und im Kern durchaus gelungener Bahnhof ersetzt werden soll, droht auch anderweitig Gefahr. Es droht die Gefahr, dass zukünftige Projektierungen gänzlich verunmöglicht werden könnten. Davor warnt auch Transform Sprecher Andreas Postner. Mitte letzten Jahres wurde noch eine Berücksichtigung der zu bauenden Straßenbahn bei der Neugestaltung des Seeareals gefordert. Doch in der aktuellen Berichterstattung findet sich davon nichts mehr.
Es bleibt zu hoffen, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist und die Öffentlichkeit in den Planungsprozess einbezogen wird. Ein derartig wichtiges Areal darf nicht alleine in den Händen eines Privatunternehmens liegen. Hier müssen auch VerkehrsexpertInnen und Initiativen miteinbezogen werden.