Neue Linie 18h

Zwischen 4. und 29. Mai 2009 wird zwischen Lustenau Bahnhof-/Bundesstraße und dem Bahnhof Dornbirn eine neue Linie mit der Nummer 18h als Testbetrieb eingerichtet. Der Clou an der neuen Linie ist, dass diese mit Mercedes Sprinter Kleinbussen über Zellgasse, Werben und Rohrbach als quasi Direktverbindung zwischen den beiden Bahnhöfen geführt werden wird.

Schon vor dem letztjährigen Fahrplanwechsel gab es Gerüchte, dass eine derartige Linie vom LBU eingeführt werde. Mit Fahrplanwechsel gab es dann allerdings nur die Linie 51b, als neue Verbindung zwischen Lustenau und Dornbirn. Von Anfang an krankte diese Linie an zwei Punkten: Die verschlungene Linienführung durch Lustenau, sowie der End- bzw. Startpunkt in der Lustenauer Bahngasse, sprich genau hinter dem Bahnhof. Auch wenn der LBU keine detaillierten Fahrgastzahlen veröffentlicht, kann davon ausgegangen werden, dass die Linie absolut schwach ausgelastet war.

Mitte April wurde plötzlich und ohne vorangehende Ankündigung, die Linie 51b um zwei Haltestellen, Bahngasse Nord und Mitte, gekürzt und endet seitdem an der Haltestelle Bahngasse, wo nur mäßige Umsteigemöglichkeiten bestehen. Etwa zur selben Zeit tauchte auf vmobil.at eine Fahrplanseite für eine Linie 18h, mit dem Vermerk Testbetrieb, auf. Eine ergänzende Pressemeldung gab es nicht. Erst eine Woche später fand sich auf busoffice.at eine Ankündigung.

Auf den ersten Blick fällt der für eine LBU Linie vollkommen ungewöhnliche Fahrplan auf. Der 18h besteht nur aus 9 Buspaaren, jeweils drei früh morgens, drei mittags, zwei am Frühabend, sowie einem Kurs am Spätabend. Dazwischen fährt teilweise ganze fünf Stunden kein Bus. Weiters fällt auf, dass die Fahrzeiten genau mit jener des 51b übereinstimmen. Ob die Linien allerdings zusammengehängt werden ist unbekannt. Denn bis heute findet sich keine Erklärung zum gekappten 51b und selbst die Fahrplanblätter wurden nicht aktualisiert.

Es stellt sich die Frage wem diese Linie 18h, deren kryptische Liniennummer nochdazu vollkommen fehl am Platze ist, dienen soll. Die Fahrzeiten legen jedenfalls die Vermutung nahe, dass es sich hier um einen Zubringerbus zu einem Höchster Beschlägehersteller handelt. Welchen Nutzen die Öffentlichkeit von dieser Linie haben wird, ist vorerst noch völlig unklar.